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Sport - 10.03.2019

Audi beharrt auf Sponsoring beim FC Bayern

Mit kolportierten 800 Millionen Euro will BMW beim FC Bayern als Sponsor einsteigen und damit Audi ablösen. Doch die Ingolstädter betonen auf DW-Anfrage, die bestehende Partnerschaft sei bis 2025 „genau das Richtige“.

800 Millionen Euro sind ein Haufen Geld. Dem Vernehmen nach ist es diese Summe, um die beim FC Bayern München hinter den Kulissen gerangelt wird. Der Autokonzern BMW ist offenbar bereit, diese Summe für ein Sponsoring über den Zeitraum von zehn Jahren zu investieren und damit den Konkurrenten Audi auszustechen. „Beide Seiten haben bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben“, sagte Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber (77) dem manager magazin. Das Problem: der Vertrag mit Exklusivpartner Audi läuft noch bis 2025.

Gerangel um Rekord-Deal

Gibt es Verhandlungen zwischen den Autokonzernen über eine vorzeitige Ablösung und stimmt das kolportierte Vertragsvolumen? – „Kein Kommentar“ heißt es dazu auf DW-Anfrage von BMW. Audi dagegen teilt mit: „Unser Sponsoringvertrag mit dem FC Bayern läuft bis Juni 2025. Heute und in den kommenden Jahren ist die Partnerschaft mit dem FC Bayern genau das Richtige für Audi, die wir auch weiterhin mit neuen Ideen bereichern werden.“

Heimat der FC Bayern-Basketballer: der Audi Dome in München

Das klingt nicht, als würden die Ingolstädter sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einlassen. Audi ist schon entsprechend lang beim FC Bayern im Boot. 2002 begann die Sponsorentätigkeit, die Basketballer des Klubs tragen ihre Heimspiele im Audi-Dome aus, der Autokonzern hält sogar 8,33 Prozent der Anteile der FC Bayern München AG. Gleichwohl lässt Audi verlauten, dass es in den nächsten Jahren vermutlich zu einer Neuausrichtung der Sponsoringaktivitäten kommt: „Weitere Schritte stehen aus unserer Sicht dann erst im Jahr 2024 an.“  

Mehr Geld in der Vereinskasse

Und der FC Bayern? Rein finanziell gesehen kann es nur im Interesse des Klubs sein, den Wechsel  weit vor 2025 über die Bühne zu bringen, weil das neue Vertragsvolumen mehr Geld einbrächte als der bestehende Vertrag. Damit würden die Bayern Kapital aus ihrem größeren Marktwert schlagen. 2014 wurde der Klub vom Magazin „Forbes“ mit 1,3 Milliarden Euro bewertet. Inzwischen hat sich der Marktwert auf 2,6 Milliarden Euro verdoppelt.

Vor allem der hohe Bekanntheitsgrad des FC Bayern in China scheint die Avancen von BMW zu motivieren. Der Autobauer versucht sein Geschäft dort anzukurbeln. 

Seit Monaten besteht deshalb Kontakt. Im Dezember bestätigte Bayern-Boss Uli Hoeneß: „Es ist richtig, dass es Gespräche gibt.“ Nun sieht es so aus, als könne es schnell konkret werden. Die BILD-Zeitung berichtet, dass der Münchner Autobauer den Plänen nach bereits in diesem Sommer bei den Basketballern einsteigen, 2020 dann auch die Fußballer sponsern wird.

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