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Sport - 08.07.2019

US-Frauen zum vierten Mal Weltmeister

Bei der Frauen-WM haben die Fußballerinnen aus den USA angeführt von Spielführerin Megan Rapinoe zum vierten Mal den Titel gewonnen. Das Team setzte sich im Finale gegen die Niederlande durch, obwohl der Druck groß war.

USA – NIEDERLANDE 2:0 (0:0)

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Der große Favorit ist seiner Rolle gerecht geworden – Rekordweltmeister USA besiegte im WM-Finale in Lyon den Europameister Niederlande verdient mit 2:0 (0:0) und untermauerte mit dem nächsten Triumph nach 1991, 1999 und 2015 seine Dominanz. Die USA sind damit erst das zweite Team nach Deutschland 2007, das erfolgreich ihren Titel verteidigen konnte. Die Niederländerinnen hielten im achten Endspiel einer Frauen-WM lange gut mit, scheiterten letztlich aber verdient.

Die erste Hälfte war vom Ergebnis her noch ausgeglichen, doch dann brachte Kapitänin Rapinoe, der US-Star mit den pinkfarbenen Haaren, die Golden Girls per Foulelfmeter (61.) auf Kurs, Rose Lavelle (69.) legte nach. Die Niederländerinnen verpassten zwei Jahre nach dem EM-Triumph im eigenen Land die nächste Sensation.

Den dritten Rang als Trostpreis hatte sich am Samstag der Deutschland-Bezwinger Schweden mit einem 2:1 (2:1) gegen England gesichert. Die Skandinavierinnen, die im Viertelfinale die DFB-Auswahl (2:1) ausgeschaltet hatten, holten in Nizza zum dritten Mal nach 1991 und 2011 WM-Bronze.

Ausverkauftes Stadion – großartige Stimmung

Vor einer tollen Kulisse im ausverkauften Stadion (57.900 Zuschauern) im Stade de Lyon kehrte Rapinoe (Oberschenkelprobleme) nach ihrer Zwangspause im Halbfinale gegen England (2:1) als Spielführerin in die US-Startelf zurück. Wie gewohnt machte die 34 Jahre alte Trump-Kritikerin Alarm über den linken Flügel. Die Oranjeleeuwinnen hielten vor den Augen von König Willem-Alexander mit Kompaktheit dagegen und setzten auf ihre Zweikampfstärke sowie blitzschnelles Umschaltspiel. Anders als in den sechs vorherigen Turnierspielen kamen die torhungrigen US-Girls so nicht zu einem Treffer in den ersten zwölf Spielminuten.

Ausverkauftes Stadion in Lyon: 57.900 Zuschauer

Der Favorit bestimmte das Spielgeschehen, benötigte jedoch einen Rapinoe-Eckball für die erste gute Torchance. Die aber vereitelte die niederländische Torhüterin Sari van Veenendaal, indem sie den wuchtigen Nachschuss von Mittelfeldspielerin Julie Ertz (28.) entschärfte. Die aufmerksame Oranje-Keeperin bewahrte ihr Team mit zwei weiteren Paraden gegen Star-Stürmerin Alex Morgan (38./40.) vor dem Rückstand, als die USA das Tempo verschärften. Doch die Niederländerinnen hielten dem Druck stand und schafften es ohne Gegentor in die Halbzeitpause.

Videobeweis führt zur Führung

Nach dem Seitenwechsel kam die langjährige Frankfurterin Ali Krieger für Kelley O’Hara in die Begegnung. Die US-Rechtsverteidigerin konnte nach einem harten Kopf-Zusammenprall mit Ex-Weltfußballerin Lieke Martens nicht weiterspielen. Weil dann die Ex-Münchnerin Stefanie van der Gragt im Strafraum mit hohem Bein gegen Morgan hochriskant zur Sache ging, entschied Schiedsrichterin Stephanie Frappart (Frankreich) nach Videobeweis auf Elfmeter. 

Rapinoe verwandelte sicher, weil van Veenendaal sich früh für die falsche Seite entschied. Wie schon bei ihren beiden Treffern im Viertelfinale gegen Frankreich (2:1) jubelte die Flügelstürmerin mit ausgestreckten Armen wie eine Zirkusdompteurin. Aufgeschreckt durch den Rückstand verlor das zunehmend müde wirkende Oranje-Team die Ordnung im Defensivverbund. So konnte Lavelle aus 16 Metern völlig unbedrängt abschließen, van Veenendaal war machtlos.
 

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Spiel verpasst? Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

ABPFIFF

90. Minute plus 4: Die USA spielen weiterhin nach vorne und drängen den Gegner hinten rein. Da wird nichts mehr anbrennen. Lloyd und Morgan versuchen es nochmal mit Distanzschüssen – aber die sind nicht sehr gefährlich. 

90. Minute plus 3: Jetzt lassen sich die US-Amerikanerinnen natürlich bei jeder Aktion viel Zeit, denn sie wissen: Gleich ist Schluss.

90. Minute plus 1: Fünf Minuten gibt es obendrauf. Die Fans der USA fangen schon Mal an zu feiern. 

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87. Minute: Jetzt wird es noch mal laut im Stadion, weil Publikumsliebling Lloyd für die letzten Spielminuten aufs Feld darf. Die ist mittlerweile 36 und eine der ganz großen im US-Fußball. Heath geht für sie vom Platz.

86. Minute: Auch den Niederländerinnen merkt man an: Da ist etwas die Luft raus. Kein Wunder – sie mussten ja auch 86 Minuten Schwerstarbeit leisten – vor allem in der Abwehr.

83. Minute: Konter der USA, der aber am Ende gefahrlos verpufft. Da merkt man dann doch, dass auch die unermüdlichen Amerikanerinnen irgendwann nicht mehr wie zu Beginn des Spiels sprinten können. 

80.Minute: Der Vollständigkeit halber: Christen Press kommt für Megan Rapinoe

79. Minute: Der Topstar verlässt das Feld und wird von der Tribüne gefeiert.  Rapinoe hat alle Erwartungen erfüllt – nicht nur wegen ihres Treffers.

79. Minute: Es sieht aktuell nicht danach aus, als wenn die Europameisterinnen das Spiel noch drehen könnten.

76. Minute: Super-Chance für die USA nach einem wunderbaren Zuspiel von Rapinoe. Dunn geht diagonal auf das Tor. Völlig frei könnte sie an der niederländischen Keeperin vorbeischieben, bleibt aber an der überragenden Sari Van Veenendaal hängen. 

73. Minute: Und gleich noch ein Offensiv-Wechsel: Shanice Van De Sanden kommt für Anouk Dekker

71. Minute: Die Niederlande reagiert und wechselt: Jill Roord kommt für Lieke Martens

70. Minute: Das macht Lavelle richtig gut – sie läuft mittig zum Sechzehner und zieht dann ab. Allerdings machen es ihr die Niederländerinnen auch sehr leicht, weil sie nicht wirklich stören.

69. Minute: TOR für die USA durch Rose Lavelle. Die Vorentscheidung?

66. Minute: Miedema tanzt mehrere US-Gegenspielerinnen aus, am Ende aber verpasst die Stürmerin den richtigen Moment zum Abschluss und bleibt doch noch hängen.

64. Minute: Knapp eine Stunde bleiben den Niederländerinnen noch. 

62. Minute: Der sechste Turniertreffer für US-Star Megan Rapinoe

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61. Minute: TOR für die USA. Rapinoe verwandelt eiskalt. 

60. Minute: ELFMETER für die USA. Die Bilder zeigen es ganz klar: Van Der Gragt sieht Gegnerin Morgan nicht und geht mit dem hohen Bein rein, ohne den Ball zu treffen.

59. Minute: Der Videoassistent greift ein – möglicherweise gibt es Elfmeter für die USA. 

58. Minute: Spielfluss kommt aktuell nicht auf, weil es viele Unterbrechungen gibt. Das Spiel ist ruppiger geworden. 

57. Minute: Jubel  im Stadion – weil Sauerbrunn – mit Turban – wieder mitspielen kann. 

54. Minute: Es gibt eine Unterbrechung, weil die US-Amerikanerin Sauerbrunn im Gesicht blutet, nachdem sie im Luftduell auf den Kopf von Van De Donk geprallt war. Sie muss erst behandelt werden – jetzt geht das Spiel weiter.

50. Minute: Nach einem Fehlpass von Lieke Martens hätten die US-Girls Platz zum Kontern, brauchen aber viel zu lang im Umschaltspiel. Die Niederländerinnen formieren sich extrem schnell wieder hinter dem Ball.

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49. Minute: Die USA machen ähnlich weiter wie in Hälfte eins – mit Powerfußball versuchen sie die Niederländerinnen hinten rein zu drängen. 

47. Minute: Rapinoe schlägt eine Ecke von links an den kurzen Pfosten, wo Julie Ertz herangestürmt kommt und den Ball per Kopf nicht auf das Tor bringen kann.

46. Minute: Wechsel USA: Ali Krieger kommt für Kelley O´Hara. O’Hara hatte sich zum Ende der ersten Hälfte ja am Kopf behandeln lassen müssen.  

ANPFIFF 2. HALBZEIT

Mit einem 0:0 verabschieden sich beide Mannschaften in die Pause. Die US-Amerikanerinnen hatten mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. Doch auch dank einer starken niederländischen Torfrau bleibt das Spiel weiter offen. 

ABPFIFF 1. Halbzeit

45. Minute plus 4: Es gibt noch einmal Eckball – diesmal für die Niederländerinnen. Die Ecke wird gefährlich – die USA haben Mühe, den Ball zu klären. 

45. Minute plus 2: Es gibt Jubel auf den Tribünen – das bedeutet: Beide Spielerinnen können wieder aufrecht stehen und laufen auch wieder. 

45. Minute plus 1: Der Abpfiff zur Halbzeit wird sich etwas verzögern, weil zwei Spielerinnen mit ihren Köpfen zusammengestoßen sind und am Boden liegen. 

45. Minute: Es laufen die letzten Minuten. 

43. Minute: Da ist der Kopf einer Abwehrspielerin dazwischen – es gibt Ecke. Die bringt aber nichts ein. 

42. Minute: Ein Angriff der Niederländerinnen kann nur mit einem Foul kurz vorm Sechzehner geklärt werden. Es gibt Gelb für Abby Dahlkemper (USA) und einen Freistoß aus guter Position. Glück für die USA: Nur weil Sauerbrunn in der Nähe war, gibt es wohl keine rote Karte.

40. Minute: Super Torabschluss von Alex Morgan. Da muss sich die niederländische Torfrau aber gewaltig strecken um den zu klären. Aber sie schafft es. 

38. Minute: Die USA erhöhen den Druck und kommen jetzt zu Chancen im Minutentakt. 

37. Minute: Da hätten die USA gerne einen Elfmeter bekommen – nach einem Foul im Sechzehner. Was war passiert?  Dunn sucht Morgan mit einem hohen Ball in den Strafraum. Van Der Gragt klärt zunächst per Kopf, aber Morgan setzt nach und wird von  Bloodworth im Strafraum umgerempelt. Kein Elfmeter, sagt Schiedsrichterin Frappart. Stattdessen wird weiter gespielt – es gibt Eckball. 

36. Minute: Ein Bild mit Seltenheitswert: Die Niederländerinnen drängen die USA hinten rein. Zu einer echten Torchance kommt es aber nicht. 

33. Minute: Diesmal wird die Ecke nicht gefährlich, weil der Ball wohl nicht richtig getroffen wurde. Die US-Amerikanerinnen bleiben aber in Ballbesitz. 

30. Minute: Nach einer ersten Trinkpause ist es ein klein wenig ruhiger geworden auf dem Spielfeld. Das Tempo der ersten halben Stunde war aber auch extrem hoch! Und schon geht es mit einer Ecke für die USA weiter. 

26. Minute: Wieder Eckball für die USA – wieder von links – und wieder ist es gefährlich. Ertz war aus rund 13 Metern im Fallen mit rechts zum Schuss gekommen. Doch van Veenendaal hat die Fäuste oben und klärt. Das war wohl die beste Chance des Spiels.

22. Minute: Es bleibt dabei: Die US-Amerikanerinnen haben – mit aktuell rund 65 Prozent Ballbesitz – mehr vom Spiel. Die Niederländerinnen konnten nach vorne noch keine Akzente setzen. 

19. Minute: Zur Erinnerung: Nach 19 gespielten Minuten hatten die USA in ihrem letzten WM-Finale vor vier Jahren schon mit 4:0 geführt – Gegner damals: Japan. 

16. Minute: Gefährliche Situation nach einer Ecke für die USA. Der Ball bleibt lange im Sechzehner, aber am Ende kann die niederländische Torfrau Van Veenendaal den Ball unter Kontrolle bringen. 

14. Minute: Nicht ungefährlich: Van De Donk hat Platz im Mittelfeldzentrum und will  Beerensteyn mit einem optimistischen Steilpass in Szene setzen. Naeher riecht den Braten und wirft sich rechtzeitig auf den Ball.

11. Minute: Nicht nur die gelbe Karte zeigt: Die Frauen in den orangefarbenen Trikots gehen durchaus aggressiv in ihre Zweikämpfe.

Sieht schon nach zehn Minuten Gelb: Sherida Spitse (r)

10. Minute: Es gibt die erste gelbe Karte des Spiels. Sherida Spitse (Niederlande) wird verwarnt, nach ihrer Grätsche. 

9. Minute: Der Favorit lässt den Ball sehr geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren – das bringt viel Ballbesitz aber bisher noch keine echte Torchance. 

7. Minute: Die USA beißen sich mehr und mehr in der gegnerischen Hälfte fest – bisher gibt es aber noch keine gefährliche Situation für die Niederlande.

5. Minute: Die US-Amerikanerinnen beginnen mit etwas mehr Schwung, die Niederländerinnen lauern eher auf Konter.

3. Minute: Bei jedem Ball, der auch nur annähernd in Richtung eines Sechzehners geht, wird es laut im Stadion – eine würdige Stimmung für ein WM-Finale!

1. Minute: Die USA stoßen an. Das achte WM-Finale der Frauen läuft!

ANPFIFF

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16:59 Uhr: Das Kulisse stimmt: Das Finale im Stadion wollen 59.286 Zuschauer sehen – mehr passen nicht rein – ausverkauft!

16:58 Uhr: Jetzt aber wieder zum Sportlichen: Die Favoritenrolle geht klar an die USA:  Acht Duelle gab es bisher und sechs Mal triumphierten die US-Girls. Die ersten beiden direkten Duelle in den Jahren 1991 und 1996 gingen an die Niederländerinnen, alle darauffolgenden gingen an die Amerikanerinnen.

16:57 Uhr: Das sind auf den ersten Blick weitere Schritte zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Doch die Lücke ist noch groß und wird sogar noch größer. Denn auch die Männer-Prämien steigen weiter. 2018 in Russland erhielt Weltmeister Frankreich allein eine Prämie von 38 Millionen US-Dollar (damals 32,5 Millionen Euro). Die Gesamt-Prämien für die nächste Männer-WM in Katar 2022 sollen rund 440 Millionen US-Dollar betragen.

16:56 Uhr: Ein großes Thema zuletzt – das Preisgeld! Für die Frauen-WM in Frankreich hatte die FIFA das Preisgeld auf 30 Millionen US-Dollar (rund 26,7 Millionen Euro) verdoppelt. Infantino kündigte an, dass der Weltverband 2023 noch einmal so viel – also 60 Millionen US-Dollar (rund 53,4 Millionen Euro) – Prämien ausschütten will. Erstmals erhielten die Teilnehmer auch Geld für die Turniervorbereitung, insgesamt 11,5 Millionen US-Dollar. Die Vereine wurden zum ersten Mal für die Abstellung von Spielerinnen entschädigt.

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16:55 Uhr: Übrigens: Womöglich war es die letzte Frauen-WM mit 24 Mannschaften. FIFA-Chef Infantino strebt eine Aufstockung auf 32 Teams an – möglichst schon zur WM 2023. Wo diese stattfindet, soll im März 2020 in Amsterdam vom FIFA-Council (37 Mitglieder) entschieden werden. Stand heute gibt es neun Bewerber für die WM-Endrunde in vier Jahren – so viele wie nie zuvor. Süd- und Nordkorea wollen sie gemeinsam ausrichten. Das Interesse an der Gastgeberrolle haben auch Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Japan, Neuseeland und Südafrika bekundet. Bis zum 4. Oktober müssen die Länder beim Weltverband ihre Bewerbung offiziell einreichen.

16:54 Uhr: Die Nationalhymnen erklingen – Gänsehaut-Atmosphäre! 

16:53 Uhr: Während der große Nachbar Deutschland im Frauenfußball gegen den Abwärtstrend kämpft, legen die Niederlande mit klugem Konzept einen märchenhaften Aufstieg hin. Bei ihrer erst zweiten WM greifen die Oranje-Frauen schon nach dem Pokal. Und das auf den Tag genau 45 Jahre nach dem ersten WM-Finale der Männer um Fußball-Idol Johan Cruyff bei der Endrunde 1974 in Deutschland.

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16:52 Uhr: Gegen diese schiere Übermacht wollen und müssen die OranjeLeeuwinnen als „Kampfmaschine“ (Algemeen Dagblad) bestehen. „Bei der Heim-EM lief bei uns vieles wie von selbst. Nun haben wir gelernt, wie man Spiele gewinnt“, sagte Torhüterin und Kapitänin Sari van Veenendaal nach dem knappen Halbfinalsieg über Schweden (1:0 n.V.).

16:51 Uhr: All diesen Nebengeräuschen zum Trotz hat es der Titelverteidiger zum dritten Mal in Folge ins WM-Endspiel geschafft. Ganz ohne Ausrutscher, dafür mit einem Rekordsieg gegen Thailand (13:0) und einer Rekordserie (elf WM-Siege nacheinander).

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16:50 Uhr: Die Spielerinnen sind bei ihrem Verband angestellt und fordern nicht nur bessere Bezahlung. Auch in puncto Arbeitsbedingungen, sprich Reisekomfort, Trainingscamps oder Stadien für Länderspiele, sehen sie sich im Vergleich zu den ungleich erfolgloseren männlichen Nationalspielern benachteiligt.

16:49 Uhr: Teamkollegin Ali Krieger sprang ihr zur Seite. Die langjährige Abwehrspielerin des 1. FFC Frankfurt, die mit Mitspielerin Ashlyn Harris verlobt ist, sagte bei CNN: „Ich lehne es ab, einen Mann zu respektieren, der anderen keinen Respekt zollt.“ Zum anderen ist da die Klage des Teams gegen US Soccer. Der Vorwurf: Systematische Geschlechterdiskriminierung. Die Auseinandersetzung läuft seit Jahren, im März zog das Team dann vor Gericht. Nach der WM steht zunächst einmal ein Schlichtungsverfahren an.

16:48 Uhr: Zum einen im öffentlichen Disput mit Trump – angeführt von Frontfrau „Pinoe“, die gegen Rassismus, Homophobie und Geschlechterdiskriminierung kämpft, aus Protest die Nationalhymne vor den Spielen nicht mitsingt und ankündigte, im Falle des Titelgewinns „garantiert nicht in das f***ing Weiße Haus“ zu kommen. Dennoch sei sie „einzigartig und zutiefst amerikanisch“, wie Rapinoe versicherte.

16:47 Uhr:  Als zweites Team nach Deutschland 2007 könnten die Weltranglistenersten im ausverkauften Stade de Lyon die erfolgreiche Titelverteidigung feiern und damit am Ende der Nationalfeiertags-Woche auch für ihre politische Agenda das passende Statement setzen.

16:46 Uhr: „Wir haben nur diese Mission im Kopf“, sagte US-Superstar Alex Morgan, „wir sind voller Energie und einfach hinter diesem vierten Stern her.“ Mit von der Partie ist dabei wohl auch wieder Megan Rapinoe, das Gesicht dieser WM, nachdem sie den Halbfinal-Kracher gegen England (2:1) angeschlagen verpasst hatte.

16:45 Uhr: In einer Viertelstunde geht es los: Zum Höhepunkt des vierwöchigen Fußball-Festes in Frankreich kämpfen Welt- und Europameister um den WM-Thron. Als klarer Favorit gehen die vor Selbstvertrauen nur so strotzenden USA in den Showdown gegen die Final-Debütantinnen aus den Niederlanden.

jhr (sid/dpa)

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